Entwicklungslinien

Entsprechend der skizzierten technisch-technologischen Ziele und FuE-Aufgaben wird im ImarSys-Netzwerk ein innovatives intelligentes maritimes Unterwassermesssystem für den Flachwasserbereich bis ca. 400 m Tiefe entwickelt, bestehend aus einem Mutterschiff und einem von diesem geschleppten intelligenten Unterwassermessfahrzeug. Beide bilden eine über Kabel fest miteinander gekoppelte Funktionseinheit. Die Innovation dieses Systemansatzes kommt insbesondere in dem neuartigen Unterwassermessfahrzeug zum Ausdruck, welches mittels automatischer Sensor- und Steuereinheit in der Lage ist, seine Feinpositionierung mit einer Genauigkeit vorzunehmen, wie das weltweit bei in Wassertiefen bis 400 m geschleppten Fahrzeugen bisher so nicht möglich ist.

Dazu verarbeitet die Steuerung die GPS-Daten des Mutterschiffes und die mittels USBL ermittelte Position des Schleppkörpers unter Wasser, vollzieht einen permanenten Abgleich von Ist- und Zielposition zur Ermittlung der optimalen Fahrtlinie, ist gleichzeitig in der Lage sensorgeführte Korrekturen und Ausweichmanöver bei unbekannten Unterwasserströmungen bzw. Hindernissen durchzuführen und die dafür notwendigen Kursänderungen an das Mutterschiff zu übermitteln.

Dieses geschleppte Unterwassermessfahrzeug, welches mehrere Nutzlastsensoren gleichzeitig betreiben kann, wird somit zum Vorreiter einer neuen Generation von intelligenten maritimen Systemlösungen für Offshoredienstleistungen.

Möglich wird dieser Qualitätssprung durch die in ImarSys erfolgende Integration von technologischen und technischen Innovationen aus verschiedenen Technologiefeldern wie

  • maritime Vermessungsdienstleistungen,
  • Unterwassersensorik und -messtechnik,
  • industriell fertigbare CFK-Leichtbauprodukte sowie
  • integrierte Über- und Unterwasserautomatisierungsplattformen.

Die einzelnen FuE-Aufgaben werden vorerst entlang von zwei Entwicklungslinien umgesetzt.

I. Schleppsystemlösung und Verfahrensentwicklung

Flexible Schleppsystemlösung bestehend aus "Mutterschiff => Schleppkörper => optional mit nachlaufendem Unterwassermessgerät"

Inhaltliche Schwerpunkte der FuE-Projekte:

  • Numerische Modellierung und experimentelle Untersuchung des mechanischen und hydrodynamischen Betriebsverhaltens von Schleppsystemlösungen
  • Entwicklung der Betreibertechnologie zum Handling des Schleppkörpers sowie des optional nachlaufenden Unterwassermessgerätes durch das Mutterschiff
  • Entwicklung integrierter Unterwassermessverfahren (zur Parallelmessung)
  • Entwicklung einer aus der Betreibertechnologie für das Schleppsystem abgeleiteten technischen Konzeption für den Schleppkörper

II. Schleppkörper- und Komponentenentwicklung

Neue Generation von Schleppkörpern in CFK-Leichtbauweise für die neu entwickelte flexible Schleppsystemlösung

Inhaltliche Schwerpunkte der FuE-Projekte:

  • Entwicklung eines teilautomatisiert fertigbaren druckneutralen Schleppkörpers in CFK-Leichtbauweise
  • Entwicklung einer sensorgeführten Manövrierlösung für den Schleppkörper mit und ohne nachlaufendem passiven Unterwassermessgerät
  • Entwicklung standardisierter Nutzlastmoduleinsätze für parallele Unterwassermessungen
  • Entwicklung der Feinsteuer-, Kommunikations- sowie E-Versorgungslösung des Schleppkörpers und der Nutzlastmodule
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